Kreitschmann - Architektur und Bauleitung, Dortmund
 
 

Wettbewerbe

Hospiz zum hl. Franziskus e.V.

Beschränkter Realisierungswettbewerb, Recklinghausen
Verfahren/ Realisierung wurden zurückgestellt

Bauherr Hospiz zum hl. Franziskus e.V.
Planung eines Hospiz- Neubaus
Wettbewerb 2008
Entwurf Büro Kreitschmann
Netto-Grundflächen nach DIN 277 ca. 620,00 qm

Ausgangslage war die Realisierung eines Neubaus für das Hospiz zum heiligen Franziskus in Recklinghausen.
Im bestehenden Hospizgebäude sind derzeit auf drei Etagen 12 Plätze (einschließlich Gästezimmer) mit Dienst­lei­stungs­ein­richtungen sowie im Erdgeschoss eine Kapelle unter­ge­bracht. Für die Neuerrichtung standen in unmittelbarer Nähe zum Altbau Grundstücksflächen zur Verfügung, die von der Röntgenstraße aus erschlossen werden konnten.

Der Standort des Wettbewerbentwurfes für die Neuplanung liegt im westlichen Bereich der optional zur Verfügung gestellten Grundstücksfläche. In Längsausrichtung die Grundstückstiefe nutzend, verbleiben im östlichen und südlichen Bereich Flächen für die weiteren Nutzungen bzw. ein spätere Bebauung. Die Haupterschließung des Neubaus erfolgt von Norden in Anbindung an die Röntgenstraße und in kurzer Distanz zum Elisabeth-Krankenhaus.

Für den Hospiz-Neubau wird ein zweigeschossiges Gebäude vorgeschlagen, dem ein eigenständiger Baukörper als "Raum der Stille" angegliedert ist.

Das Hospiz als geschützter und auf sich bezogener Ort findet seinen baulichen Ausdruck in einer kompakten Bauform um einen dreiseitig geschlossenen Innenhof. Mit diesem nach Westen geöffneten Innenhof im zentralen Bereich des Gebäudes werden Austausch, Begegnung und Kommunikation in unterschiedlichen Facetten verknüpft. Angebot für die Angehörigen liegen hier ebenso wie Besprechungs- und Aufenthaltsräume. Darüber hinaus ermöglicht die den Innenhof umschließende Verglasung visuelle Bezüge zwischen den Etagen. Mit dem akzentuierten Baukörper im Nordwesten, der den "Raum der Stille" aufnimmt, wird einerseits im öffentlichen Raum eine zur Röntgenstr. orientierte Adresse und andererseits ein im Inneren von beiden Etagen zugänglicher Raum der Besinnung und Einkehr geschaffen.

Die interne Struktur des Hospizes sieht eine funktionale Schwerpunktsetzung vor, indem das Erdgeschoss einen Empfangs- und Aufenthaltsbereich für die Angehörigen umfasst und so zum zentralen Betreuungsbereich mit Kommunikations-, Dienstleistungs- und Verwaltungseinheiten des Hauses wird, während sich im Obergeschoss die insgesamt 11 Ein­zel­zimmer mit den für die intensive Pflege und besonderen Betreuung erforderlichen Räume befinden.